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Pflanzliche Produkte dürfen nicht unter dem Namen „Tofubutter“ oder „Veggie-Cheese“ vermarktet werden

Der Gerichtshof der Europäischen Union hat in seinem Urteil von 14.06.2017 zum Aktenzeichen C – 422/16 entschieden, dass rein pflanzliche Produkte grundsätzlich nicht unter Bezeichnungen wie „Milch“, „Rahm“, „Butter“, „Käse“ oder „Joghurt“ vermarktet werden dürfen, die das Unionsrecht Produkten tierischen Ursprungs vorbehält. Dies gilt auch, wenn diese Bezeichnungen durch klarstellende oder beschreibende Zusätze ergänzt werden,...
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Techniken zur Verschleierung der Gentechnik

In seinem „Honig-Urteil“ vom September 2011 hat der Europäische Gerichtshof das Prinzip der Nulltoleranz zu genetisch veränderten Organismen (GVO) in Lebensmitteln zum Schutz der menschlichen Gesundheit festgeschrieben. Danach gilt die Zulassungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel unabhängig vom Anteil des gentechnisch veränderten Materials in dem Produkt, mithin also auch bei geringsten Spuren oder Anteilen. Dies ändert...
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„In Bio we trust“ – oder doch nicht?!

Das Verwaltungsgericht Koblenz hat sich mit der Frage, ob ein Wein als „bio“ bezeichnet werden darf, auseinandergesetzt. Das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass ein ökologisch/biologisch produzierter Wein auch dann als Bio-Wein vermarktet werden darf, wenn auf den Blättern des angebauten Weins Pflanzenschutzmittelrückstände nachgewiesen werden, die für den Ökoweinbau nicht zugelassen sind (Urteil vom 15.03.2017...
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„Pep“ gegen „Pepsi“

Auf Mallorca tobt seit mehreren Monaten der rechtliche Kampf zwischen „David gegen Goliath“ um die Markeneintragung einer beliebten lokalen Limonade, produziert aus mallorquinischen Zitronen und gewürzt mit einer Portion „social responsibiliy“, der die betroffenen Parteien und auch viele mallorquinischen Gemüter heftig erregt. Aus unserer Sicht ist der Fall aus vielerlei Gründen bemerkenswert. Nicht nur, dass...
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Mac = Mc ?

Der Schutz von Marken des McDonald’s-Konzerns kann der Eintragung anderer Marken mit der Vorsilbe „Mac“ oder „Mc“ für Nahrungsmittel oder Getränke entgegenstehen. Das hat das Gericht erster Instanz der Europäischen Union (EuG) am 05.07.2016 entschieden (Az. T-518/13). Die Eintragung der Unionsmarke MACCOFFEE für Nahrungsmittel und Getränke eines Singapurer Unternehmens wurde 2010 vom Amt der Europäischen...
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Nahrungsergänzungsmittel – Fluch oder Segen?

Mehr als 1 Milliarde Euro geben die Verbraucher jährlich für Nahrungsergänzungsmittel aus. Fühlt man sich ein wenig müde, blass, kränklich oder schlapp, dann greifen viele Menschen zu Zink, Magnesium, Vitamin C, Eisen oder zu andern Pillen. Es stellt sich aber die Frage, ob diese Nahrungsergänzungsmittel gefahrenlos eingenommen werden können oder ob ob das risikobehaftet ist....
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„Calcium für starke Knochen“?- Nicht ohne die EU

Die fett hervorgehobenen Werbeaussagen „Calcium für starke Knochen“ sowie  „Zink für starke Knochen & gesundes Wachstum“ für einen Kinderpudding auf der Verpackung verstoßen gegen die sog. „Health-Claims-Verordnung“ der EU. So entschied das Landgericht Frankfurt am Main in seinem Urteil vom 10.02.2016, Az. 2-06 O 337/15. Diesem Urteil lag eine entsprechende Aufschrift der Nestlé Nutrition GmbH...
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„Mild gesalzen“ ist nichts für Kinder; „milder gesalzen als …“ schon eher

Wir stellen eine weitere Entscheidung zur Health-Claims-Verordnung der Europäischen Union, hier durch das Oberlandesgericht Karlsruhe im Urteil vom 17.03.2016, Az. 4 U 218/15, vor. Die Maggi GmbH wurde vom Bundesverband der Verbraucherzentralen aufgefordert, es zu unterlassen, „Märchensuppen“, „Seepferdchensuppen“ und „Sternchensuppen“ werbend in der Form anzupreisen, dass sie „mild gesalzen“ seien. Der von der Verbraucherzentrale auf...
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Der Mehrwert des Nährwerts

Ab dem 13.12.2016 regelt Art. 9 Abs. 1 lit. I) der Verordnung EU Nr. 1169/2011 (LMIV – Lebensmittelinformationsverordnung) die Verpflichtung Nährwertdeklarationen auf der Verpackung vorzunehmen. Hierbei müssen die sogenannten „Big Seven“ als Mindestanforderung  nach Art. 30 LMIV benannt werden, d. h. Mengenangaben zu Fett, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweißen, Salz, gesättigten Fettsäuren und dem Brennwert. Die Nährwertkennzeichnung...
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Auch in Stuttgart ist Bier nicht „bekömmlich“

Wie wir bereits mehrfach berichtet haben, streitet eine Allgäuer Brauerei bereits seit längerer Zeit mit einem Wettbewerbsverband über die Frage, ob drei ihrer Biersorten mit dem Zusatz „bekömmlich“ beworben werden dürfen. In erster Instanz wurde der Brauerei diese Werbeaussage vom Landgericht Ravensburg untersagt. Hiergegen hat die Brauerei Berufung zum Oberlandesgericht Stuttgart eingelegt. Auch bei den...
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